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Die überzeugenden Konvergenzen in einem Credit-Income-Ansatz

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Mit der zunehmenden Konvergenz von öffentlich und privat gehandelten Kreditpapieren rückt die Frage in den Fokus, wie sich diese Vermögenswerte in einem individuellen Portfolio entwickeln könnten. Ein Portfolio, das flexibel genug ist, um in die besten Ideen eines Managers über das gesamte Spektrum öffentlicher und privater Kreditinstrumente hinweg zu investieren, hebt die folgenden vier Punkte hervor:

  • Die Argumente, die für eine Anlage in öffentliche und private Vermögenswerte in einem einzigen Portfolio sprechen;
  • Nutzung von Liquiditätsprämien in einem flexiblen, auf laufende Credit-Erträge ausgerichteten Portfolio;
  • Diversifizierungsvorteile hinsichtlich der Korrelationen zwischen den Vermögenswerten und für das Portfolio;
  • sowie die ergänzenden Vorteile einer maßgeschneiderten Kreditvergabe an den Private Markets.

Gründe für die Portfoliokonvergenz

Für sich betrachtet, weisen die einzelnen Anlageklassen, die in einem flexiblen Kreditportfolio kombiniert werden können, ein beträchtliches Volumen und Wachstum auf. Aus Sicht der Anleihen-Anleger weisen die globalen öffentlichen Kreditmärkte ein Chancenpotenzial von 31 Billionen US-Dollar auf, während sich das Volumen der weltweiten Private-Credit-Märkte von derzeit 2 Billionen US-Dollar bis 2030 voraussichtlich verdoppeln wird.1

Die Kombination aus öffentlich und privat gehandelten Vermögenswerten eröffnet dem Portfolio nicht nur den Zugang zu mehr Kreditnehmern, sondern auch Anlagemöglichkeiten in der gesamten Kapitalstruktur der Kreditnehmer. So kann beispielsweise ein auf KI spezialisierter Hyperscaler ausstehende öffentliche Schuldtitel, verbriefte Baukredite und Direktkredite im Zusammenhang mit dem Ausbau seiner Rechenzentren aufweisen. Portfoliomanager, die ein Engagement in diesem Unternehmen anstreben, suchen daher üblicherweise im gesamten Spektrum dieser ausstehenden Wertpapiere nach den höchsten Relative-Value-Potenzialen. 

In einem auf laufende Krediterträge ausgerichteten Portfolio variiert die Umsetzung von Anlageideen über verschiedene Anlageklassen hinweg. Bei öffentlich gehandelten Kreditpapieren verfolgen wir beispielsweise im aktuellen Umfeld mit historisch engen Kreditspreads einen Allokationsansatz mit einer neutralen Durationspositionierung und einer Fokussierung auf Carry-Erträge. Im Private-Credit-Bereich streben wir indessen ein ergänzendes Engagement in nicht-gesponserten Kreditnehmern, eine Absicherung von Pfandrechten und Zusatztransaktionen mit bestehenden Kreditnehmern an (siehe unsere neuesten Fixed-Income-Einblicke hier).

Darüber hinaus können spezifische Allokationen in öffentliche und private Vermögenswerte von den Marktbedingungen und von Überlegungen zum relativen Wert abhängen. Zwar bietet Private Credit weiterhin höhere Renditen als vergleichbare öffentlich gehandelte Vermögenswerte, doch diese Dynamik ändert sich im Zeitverlauf. Dies spricht für einen Relative-Value-Ansatz, der öffentliche und private Assets umspannt.

Abbildung 1 zeigt, dass die Spreads öffentlich gehandelter Schuldpapiere – einschließlich der Spreads von Hochzinsanleihen – nach der COVID-Krise über weite Teile des Jahres 2022 hinweg höher lagen als bei Private Credit. Zu diesem Zeitpunkt hätte ein Relative-Value-Ansatz möglicherweise eine Übergewichtung öffentlich gehandelter Kreditpapiere gegenüber Private-Assets favorisiert. Angesichts der Elastizität des öffentlichen Marktes gegenüber makroökonomischen Ereignissen und allgemeinen Entwicklungen am Kreditmarkt (d.  h. Phasen, in denen die Spreads steigen und anschließend wieder auf ihren Mittelwert zurückkehren) begünstigen marginale Portfolioanpassungen bei Eintreten solcher Ereignisse tendenziell Anlagen in öffentliche Vermögenswerte. 

Abbildung 1: Sich verändernde Relative-Value-Dynamik zwischen den Spreads bei öffentlich und privat gehandelten Kreditpapieren 

Line chart comparing bps of PC Upper Middle Market, PC Large Cap and HY from January 2022-September 2025.
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Quelle: Bank of America Securities.
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Line chart comparing bps of PC Upper Middle Market, PC Large Cap and HY from January 2022-September 2025.
Quelle: Bank of America Securities.

Die jeweiligen Einschätzungen zu einzelnen Anlageklassen verdecken jedoch die überzeugenden Chancen, die sich ergeben, wenn diese Vermögenswerte in einem komplementären Portfolio kombiniert werden. Abbildung 2 zeigt beispielsweise eine Risiko-Rendite-Perspektive für ein Portfolio, das flexibel in öffentliche und private Vermögenswerte investieren kann, im Vergleich zu einem Portfolio, das ausschließlich auf öffentlich gehandelte Hochzinsanleihen bzw. den U.S. Aggregate Index ausgerichtet ist.

Unser repräsentatives Portfolio erzielte von Anfang 2024 bis zum dritten Quartal 2025 eine Rendite von 9,6% und übertraf damit die Renditen von Hochzinsanleihen und des Aggregate-Index bei einer geringeren Standardabweichung der Renditen.2, 3 Die Wertentwicklung des repräsentativen Portfolios entspricht einer Sharpe Ratio von fast 1,70 und liegt damit deutlich über den Werten für börsennotierte Hochzinsanleihen und den Aggregate-Index.  

Abbildung 2: Die potenziellen Performancevorteile eines flexiblen, auf laufende Krediterträge ausgerichteten Portfolios

Plots represent the return % and standard deviation % of a flexible credit income portfolio as well as High Yield and U.S. Agg indices. Table also shows sharpe ratio of all three.
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Quelle: Die Datenquellen (sofern nicht anderweitig angegeben) entsprechen dem Stand vom 30. September 2024. Quelle der Indexdaten: PGIM mit Daten von Bloomberg. Alle Indizes und Durchschnittswerte sind nicht verwaltet. Eine Investition in einen Index kann nicht direkt getätigt werden. U.S. Agg: BBG U.S. Aggregate Bond Index; Hochzinsanleihen: BBG U.S. High-Yield - 1 % Emittentkapitalisierungsindex. Quelle der Portfoliodaten: PGIM
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Plots represent the return % and standard deviation % of a flexible credit income portfolio as well as High Yield and U.S. Agg indices. Table also shows sharpe ratio of all three.
Quelle: Die Datenquellen (sofern nicht anderweitig angegeben) entsprechen dem Stand vom 30. September 2024. Quelle der Indexdaten: PGIM mit Daten von Bloomberg. Alle Indizes und Durchschnittswerte sind nicht verwaltet. Eine Investition in einen Index kann nicht direkt getätigt werden. U.S. Agg: BBG U.S. Aggregate Bond Index; Hochzinsanleihen: BBG U.S. High-Yield - 1 % Emittentkapitalisierungsindex. Quelle der Portfoliodaten: PGIM

Nutzung von Liquiditätsprämien

Angesichts der anhaltenden Verengung der Spreads bei öffentlichen Anleihen im Post-COVID-Umfeld (wenn auch mit Phasen der Volatilität, z. B. infolge des Zusammenbruchs der Silicon Valley Bank Anfang 2023) haben die Gesamtrenditen von Private-Credit-Anlagen in jüngster Zeit diejenigen vergleichbarer öffentlicher Märkte übertroffen. Diese Outperformance ist in erster Linie auf die Illiquiditätsprämie bei Private Credit zurückzuführen. 

Abbildung 3 zeigt einen allgemeinen Ansatz zur Aufschlüsselung dieser Illiquiditätsprämie, wobei in einem ersten Schritt die Ausfallkosten berücksichtigt werden. Dabei sinkt die effektive Private-Credit-Rendite um 240 Basispunkte auf 7,5%, während die Rendite von breit syndizierten Krediten und Hochzinsanleihen um 170 bzw. 70 Basispunkte zurückgeht. Eine zusätzliche Bereinigung um die Gebühren könnte ebenfalls in einen Renditevergleich zwischen öffentlichen und privaten Papieren einfließen. 

Abbildung 3: Kontext zur Illiquiditätsprämie bei Private Credit

First bar graph shows yields of private credit, BSL and high yield. Second bar chart shows yields adjusted for default cost for private credit, BSL and high yield.
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Quelle: PGIM Stand Januar 2026.
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First bar graph shows yields of private credit, BSL and high yield. Second bar chart shows yields adjusted for default cost for private credit, BSL and high yield.
Quelle: PGIM Stand Januar 2026.

Diversifizierung, Korrelation und Information Ratio  

Geht man noch einen Schritt weiter und betrachtet die Auswirkungen eines erweiterten Anlagespektrums, sollte ein Portfolio, das über das gesamte Kontinuum von öffentlichen und privaten Kreditpapieren hinweg investieren kann, im Vergleich zu Portfolios, die sich auf bestimmte, einzelne Anlageklassen konzentrieren, auch stärker diversifiziert sein. Diese Diversifizierung hat Auswirkungen auf die Korrelation zwischen den Anlageklassen und folglich auf die Information Ratio des Portfolios.

Angesichts der Tatsache, dass Private Credit nicht marktwertorientiert ist und maßgeschneiderte Kreditbedingungen aufweist, zeichnet sich diese Anlageklasse durch eine relativ geringe Volatilität aus. In Kombination mit öffentlichen Kreditpapieren in einem spezialisierten Portfolio senkt die Einbeziehung von Private-Credit-Allokationen – die potenziell von Asset-Based Finance (ABF) bis hin zu Private-Credit-Secondaries reichen – die Korrelation zwischen den Vermögenswerten des Portfolios, wodurch die Volatilität der Renditen sinken dürfte.

Betrachtet man dies aus der Perspektive der Information Ratio eines Portfolios – wobei die Volatilität den Nenner bildet –, so führt die geringere Volatilität zu einer Erhöhung der Information Ratio, was auf das Potenzial für höhere risikobereinigte Renditen in einem aktiv verwalteten Portfolio hindeutet.

 

Die Vorteile maßgeschneiderter Direktkredite

Der Fokus auf Chancen und Diversifizierung gilt auch für das gesamte Private-Credit-Universum. Gesponserte und nicht-gesponserte Kreditnehmer weisen in der Regel unterschiedliche Kreditmerkmale auf, und ein Portfolio, das ein optimales Risiko-Rendite-Profil und ein hohes Maß an Diversifizierung anstrebt, könnte die Vergabe von Krediten an beide Segmente des Private-Credit-Marktes in Betracht ziehen.

Nicht-gesponserte Unternehmen machen etwa 90% des Direktkreditmarktes im Mittelstand aus. Zwar können diese Kredite schwieriger zu beschaffen sein – was darauf hindeutet, dass dieses Segment von vielen Direktkreditfonds möglicherweise nur unzureichend bedient wird, und den Wert eines breiten Beschaffungsnetzwerks unterstreicht –, doch können sie vorteilhafte Eigenschaften bieten, wenn sie in ein ganzheitliches Credit-Income-Portfolio integriert werden.

So können sich Allokationen in nicht-gesponserte Unternehmen beispielsweise stärker auf Transaktionen ohne Kontrollwechsel konzentrieren, da bei einer Übernahme oder Fusion potenzielle kreditbezogene Auswirkungen auftreten könnten. Darüber hinaus weisen Kredite an nicht-gesponserte Unternehmen im Vergleich zu Krediten an gesponserte Unternehmen in der Regel bessere ausgehandelte Konditionen bei geringerer Verschuldungsquote sowie eine bessere Offenlegung von Informationen gegenüber dem Kreditgeber auf.

Die Flexibilität, zwischen gesponserten und nicht-gesponserten Transaktionen zu wählen, vermeidet in der Regel Interessenkonflikte, die bei firmeninternen Transaktionen auftreten können. Die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Arten der Kreditvergabe zu wählen, bedeutet, dass das Portfolio-Engagement hinsichtlich der Risiko- und Renditeaussichten bewertet wird und nicht anhand vorab festgelegter Kriterien wie beispielsweise Kreditvolumen-Ziele.    

 

Abschließende Überlegungen

Die zunehmend fließenden Grenzen zwischen den öffentlichen und privaten Kreditmärkten haben für Anleger weitreichende Auswirkungen. Sie unterstreichen nicht nur die zunehmende Konvergenz der Risiko-Rendite-Profile, sondern verdeutlichen auch die strategischen Gründe, die für ein flexibles Credit-Portfolio sprechen. Die Möglichkeit, Illiquiditätsprämien zu nutzen, die Diversifizierungsvorteile eines breiten Spektrums an Anlagemöglichkeiten auszuschöpfen und maßgeschneiderte Kreditbedingungen festzulegen, unterstreicht die Bedeutung einer Allokation über das gesamte Kreditkontinuum hinweg in einem sich stetig verändernden Anlageumfeld.

1 Preqin, Stand: 30.09.2025. Alle Angaben sind nominal.

2 Das nominale Private-Credit-Engagement belief sich im repräsentativen Portfolio zum 30. September 2025 auf knapp 20%. Öffentlich gehandelte verbriefte Kredite, Hochzinsanleihen und Bank Loans machten zu diesem Zeitpunkt den Großteil der verbleibenden nominalen Allokationen aus.

3 Die geringere Standardabweichung der Private-Credit-Renditen ist in erster Linie auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Wertpapiere dieser Kategorie nicht zum Marktwert bewertet werden. 

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